Übersicht über James Bond Filme

Die literarische Figur James Bond, Anfang der 50er Jahre dem Geiste des Schriftstellers Ian Lancaster Fleming entsprungen und Hauptcharakter einiger Romane und Kurzgeschichten, ist inzwischen auch eine Ikone der Kinoleinwand.

Die Kultreihe um den smarten Agenten des britischen Geheimdienstes begann mit "James Bond - 007 jagt Dr. No" im Jahre 1962 und endete - vorerst - 2008 mit "Ein Quantum Trost". Zwischen 1962 und 2008 entstanden 22 James Bond-Streifen, die offiziell zum Filmreigen gezählt werden dürfen und große Erfolge feiern konnten. Des Weiteren ist James Bond - der Agent mit der Lizenz zum Töten und vielerlei Verführungskünsten - Mittelpunkt mehrerer Persiflagen und die literarische Idee Flemings Vorbild für etliche Filme und Serien.

Die Zeit von Sean Connery

Die weithin bekannte Verfilmung "Sag niemals nie" von 1983 mit Sir Sean Connery, Max von Sydow, Klaus Maria Brandauer, Kim Basinger und Rowan Atkinson (alias Mr. Bean) ist zum einen eine Neuauflage des Bond-Films Feuerball von 1965, zum anderen kein Werk der EON Productions Limited - einer von Harry Saltzman und Albert Romolo Broccoli begründeten Filmproduktionsgesellschaft, welche die offiziellen James Bond-Filme produziert - und zählt folglich nur indirekt zu der weltberühmten Agenten-Saga, jedoch nicht offiziell.

Darüber hinaus verkörperte Sir Sean Connery den britischen Superagenten in den ersten Bondklassikern "James Bond - 007 jagt Dr. No" (1962), "Liebesgrüße aus Moskau" (1963), "Goldfinger" (1964), "Feuerball" (1965), "Man lebt nur zweimal" (1967) sowie in "Diamantenfieber" (1971) nachdem George Lazenby 1969 die Rolle des James Bond in der Verfilmung "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" übernahm. Der Titel "Sag niemals nie" ist im Übrigen eine Anspielung auf eine frühere Aussage Connerys, nie mehr den James Bond mimen zu wollen.

Mit "Leben und sterben lassen" und Roger Moore als Protagonisten begann 1973 eine neue Ã"ra der Agentenreihe. Roger Moore, der auch in den folgenden Kinostreifen "Der Mann mit dem goldenen Colt" (1974), "Der Spion, der mich liebte" (1977), "Moonraker - Streng geheim" (1979), "In tödlicher Mission" (1981), "Octopussy" (1983) und "Im Angesicht des Todes" (1985) als James Bond auftrat, stellte den britischen 007 Agenten humorvoller dar und grenzt sich damit von seinen Vorgängern ab.

Timthy Dalten war weniger erfolgreich

Timothy Dalton verlebte als James Bond die nächsten Abenteuer in "Der Hauch des Todes" 1987 und in "Lizenz zum Töten" 1989. Wie auch George Lazenby 1969 konnte sich Timothy Dalton nicht so recht in die Herzen des Publikums spielen und der gefährlichste Agent der Welt blieb danach auf der Kinoleinwand eine zeitlang von Gegnern verschont.

Erst 1995 gab es mit "GoldenEye" und Pierce Brosnan als James Bond den nächsten Auftritt des MI6-Agenten. Brosnan, der eigentlich schon als Nachfolger von Moore im Gespräch, jedoch zu diesem Zeitpunkt vertraglich anderweitig gebunden war und ablehnen musste, ließ den smarten Geheimagenten außerdem in "Der Morgen stirbt nie" (1997), "Die Welt ist nicht genug" (1999) und "Stirb an einem anderen Tag" (2002) aufleben.

Ein bis dato letzter Wechsel des Hauptdarstellers wurde 2006 in "Casino Royale" vollzogen. Daniel Craig, wieder einmal ein ganz anderer, moderner, charismatischer James Bond, übernahm bisher sowohl in "Casino Royale" als auch in "Ein Quantum Trost" (2008) die Rolle und ist heißer Anwärter für den Titelhelden im 23. Bond-Film.

Als eine der erfolgreichsten Filmreihen der Kinogeschichte - womöglich die Erfolgreichste - gibt es natürlich auch bei James Bond immer wiederkehrende Charakteristika. Sei es die Vorstellung "Mein Name ist Bond. James Bond", schnelle Fahrzeuge mit vielen "Extras", außergewöhnliche Entwicklungen von "Q", diverse Verfolgungsjagden, die Bestellung eines Wodka Martinis - "geschüttelt, nicht gerührt" oder die attraktiven Bondgirls.